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Seit mehr als zwei Jahren fieberten wir auf dieses Ereignis hin, das vorher immer wieder der Pandemie zum Opfer gefallen war...
Aber jetzt standen die Zeichen wenigstens etwas besser und wir hatten inzwischen platte Daumen vom ganzen Drücken. Anscheinend hat es geholfen. Und auch unsere Teller scheinen wir ausreichend aufgegessen zu haben, wie Martin Schlockermann zur Eröffnung der Veranstaltung bei herrlichem Sonnenschein feststellte. Nach dem beständigen Regen und dem einheitlichen Grau der vergangenen Monate fühlte sich dieses Wetter fast schon surreal an. Es hielt jedoch das ganze Wochenende und sorgte für etwas Farbe in den blassen Wintergesichtern.

Aus dem Landesverband hatten es acht Teams geschafft, sich zu qualifizieren. Samy und Wanda mussten ihren Startplatz jedoch leider erkältungsbedingt sausen lassen. So reisten sieben Teams und einige Supporter*innen aus dem Norden nach Quakenbrück: Lars Kramer mit Yuma & Beverly, Jens Peters & Abby, Janika Bergmann & Theo, Andrea Schwarck & Eywa, Nadja Rupprecht & Rocky, Frank Förster & Katla sowie Torsten Stein & Hope.

Für die Gefährte ging es Samstag zwei Mal über eine Strecke von zwei Kilometern an den Start. Siegerehrung GefaehrtIn beiden Starts galt es, die abgesteckte Strecke auf der Pferderennbahn schnellstmöglich zu überwinden. Hier zeigte sich, welche Hunde wirklich gut trainiert waren. Ein so breiter Trail, der zwischendrin am Zuschauerbereich entlangführte und teilweise zweispurig war, stellte viele Hunde vor eine Herausforderung! Nicht jedoch unsere Nordlichter auf und vor dem Scooter: Lars & Yuma legten die erste Runde in 05:31 Minuten zurück und verbesserten sich noch im zweiten Durchgang, bei dem sie nach 05:26 Minuten ins Ziel gelangten. Damit hatten sie sich den zweiten Platz in ihrer Altersklasse erarbeitet! Auch Jens & Abby absolvierten die erste Runde in einer Zeit von 06:09 Minuten und in der zweiten Runde konnten sie dieses Ergebnis sogar noch deutlich unterbieten und fuhren nach 05:47 Minuten glücklich und zufrieden ins Ziel. Sie wurden Dritte in ihrer Altersklasse. Mit den Bikejöring-Teams stiegen die Geschwindigkeiten nochmal an und es war für die Zuschauer eine reine Freude, diesem Spektakel über die gesamte Strecke beiwohnen zu können. Hier vertrat uns noch einmal Lars, diesmal mit seiner Beverly. Sie legten den ersten Lauf in einer Zeit von 06:11 Minuten zurück. Beim zweiten Lauf kannte Beverly die Strecke und arbeitete sicherer. Das Ergebnis war eine Verbesserung der Zeit auf 05:21 Minuten und damit den sechsten Platz.

Am Sonntag waren dann die Läufer*innen an der Reihe. Siegerehrung CanicrossZuerst gingen Nadja & Rocky an den Start. Es galt, eine Strecke von 3,4 Kilometern zu bewältigen, die aus der Trabrennbahn in den Wald führte. Auch diese Strecke war nicht anspruchslos: Geziert von einer schmalen Brücke mit Gegenverkehr und verschiedenen schwer einzusehenden Abbiegungen führte sie wieder auf die Bahn und endete im Zuschauerbereich mit dem Ziel. Nadja rannte schnell und Rocky hielt bis zum Ende durch. Sie kamen nach einer Zeit von 12:47 Minuten gut gelaunt ins Ziel. Auch den zweiten Lauf über 2 Kilometer am Nachmittag genossen die beiden sichtlich. Die Strecke war nun identisch zu der Strecke der Gefährte am Vortag. Anders war jedoch, dass es sich nun um einen Jagdstart handelte. Die meisten der anwesenden Teams werden so einen Start wahrscheinlich noch nie oder zumindest nicht oft vorher erlebt haben. Nadja und Rocky brachte das nicht aus der Ruhe. Konzentriert liefen sie den Trail in 06:52 Minuten ab und ließen sich auch durch die starke Ablenkung nicht beirren. Die beiden Läufe brachten das Team in einer starken Startergruppe auf den siebten Platz.

Andrea & Eywa machten einen sehr guten Job und konnten im ersten Lauf abrufen, was sie trainiert hatten. Mit einer Zeit von 12:52 Minuten hatten sie ihre zweite Vorstarterin fast eingeholt. Der kleine Border zeigte, dass Großes in ihm steckte und ließ Andrea über den Trail fliegen. Der Jagdstart machte den beiden jedoch zu schaffen. Die bellende und aufgeregt Hundemenge ließ keinen sauberen Start zu. Dennoch bezwangen sie die Strecke gemeinsam erfolgreich und wurden nach weiteren 07:01 Minuten mit einem tollen siebten Platz belohnt.

Janika & Theo hatten bei beiden Läufen zu kämpfen. So wirkte Theo doch beeindruckt und verunsichert von der ganzen Umgebung und Janika brauchte lange, um ihn zum Ziehen zu überreden. Sie blieb jedoch dran und gab nicht auf. Sie legten den ersten Lauf in einer Zeit von 16:21 Minuten und den zweiten Lauf in einer Zeit von 08:52 Minuten zurück und zeigten jeweils die schönsten Zieleinläufe, die man sich vorstellen kann. Das Rufen im Zielbereich führte dazu, dass er am Ende (gerade rechtzeitig vor den Zuschauern) richtig Gas gab. Und Janika hatte noch genug Energie in den Beinen, um dynamisch und erleichtert lächelnd ins Ziel zu sprinten. Diesen Auftritt müsst ihr auf jeden Fall beibehalten!

Frank und Katla waren als Zweite in ihrer Altersklasse qualifiziert. Fokussiert jagten sie über den Trail und kamen nur drei Sekunden langsamer als das erstplatzierte Team ins Ziel, nach 11:23 Minuten. Katla hatte wirklich alles gegeben, er wollte nur noch liegen, nicht mehr gehen. Die drei Stunden Regeneration genügten jedoch, um nach der Pause wieder an den Start zu gehen. Das bedeutete nun, dass die beiden das erstplatzierte Team mit einem Abstand von drei Sekunden jagen würden. Was für ein Krimi! Wahrscheinlich mehr für die Zuschauer am Rand als für das Team selbst, denn Frank und Katla sahen aus, als hätten sie das schon unendlich oft gemacht. Sie schafften es, an dem vorlaufenden Team dranzubleiben und liefen nach 06:05 Minuten als Vizebundessieger im CaniCross ins Ziel.

Als letztes Team gingen Torsten & Hope an den Start. Die zwei waren die Neulinge am nordischen CaniCross-Firmament und gingen direkt als Viertplatzierte an den Start. Sie liefen souverän und sicher, konnten sich sehr gut behaupten in dem starken Starterfeld. Auch nach dem ersten Lauf, den sie in 12:17 Minuten zurücklegten, hielten sie diese Platzierung. Dann stand der Jagdstart an und auch diesen meisterten die beiden ohne Probleme. Die junge Hündin zog Torsten selbstverständlich und ruhig durch die tobende Hundemenge. Am Ende blieb es mit 06:57 Minuten der vierte Platz, auf den die beiden wirklich stolz sein können.

Vielen Dank an den ausrichtenden Verein HSV Quakenbrück für diese rundum gelungene Veranstaltung!